Weihnachtsprogramm 2014
Wie heißt es doch so oft: Plötzlich und unerwartet ist das Weihnachtsfest da. Na gut, erwartet haben wir die Weihnachtsferien schon irgendwie, aber der Stress vor dem letzten Schultag des Kalenderjahres ist doch etwas Besonderes.
Da wäre der Chor. Für die neuen Chormitglieder ist es eine riesige Aufgabe, in knapp 3 Monaten ihre Programmteile aufführungsreif zu bekommen. Üben, üben und nochmals üben. Fast immer hat Frau Kitzing noch etwas zu bemängeln. Mal klappt der Einsatz nicht, die Töne werden nicht getroffen oder die zweite Stimme ist nicht zu hören, dann fehlen die „t“s am Wortende oder die Bewegungen sind nicht synchron. Auch das Zuhören oder die Probendisziplin wollen gelernt sein. Aber Aufgeben ist keine Lösung. Die „alten Häsinnen“ (und ein Hase) haben es ja auch geschafft.
![]() Die Bühne wird langsam zu klein für 37 Chormitglieder. |
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Die GTA-Gruppe „Darstellendes Spiel“ hat es auch nicht leichter. Text lernen, deutliche Aussprache üben, die richtigen Wege zur richtigen Zeit gehen – all das will einstudiert sein. Wer da nicht vollen Einsatz und Disziplin zeigt, schafft es nicht auf die Bretter, die die Welt bedeuten.
Diesmal geht es in der Geschichte eigentlich um die Darsteller selbst:
Die Theatergruppe trifft sich zur Generalprobe für das Weihnachtsstück. Gleich zu Beginn der Probe herrscht ein chaotisches Durcheinander. Der 2. Engel hat seine Flügel vergessen, der 6. Zwerg ist krank und Stella, die die zweite Maus spielen soll, ist mit ihrer Rolle unzufrieden und will ständig eine andere. Nach langem Hin und Her kann die Probe beginnen und die Darsteller spielen nun das Weihnachtsstück durch. In dem Stück wird erzählt, dass das Weihnachtsfest mehr bedeutet, als Geschenke zu bekommen, sondern ein Fest der Liebe und des Friedens ist.
Aber auch die Leute hinter der Bühne waren nicht zu beneiden. Requisiten sehen oft so einfach aus. Doch auf der Bühne wirken die großen Wolken auf einmal recht klein. Der Ton muss auch stimmen. Wer nutzt wann welches Mikrofon? Sind genug Batterien für die Funkmikrofone da? Ist die Musik laut genug? Hört man die Solisten gut? Stimmen die Lichteffekte? Ist die Bühne ordentlich ausgeleuchtet? (Man will ja gesehen werden.) Reicht das Licht für die Kamera oder ist es zu grell? Alles Dinge, die während der Vorstellung niemand bemerkt. Und das soll auch so sein.
Bis zur letzten Minute wurde geprobt. Dann kam der Abend der „Elternvorstellung“. Der Saal war gut gefüllt, das Lampenfieber riesig und dann ging es los. Ein Programmpunkt nach dem anderen wurde absolviert. Nicht alles lief glatt, aber die meisten Fehler bemerkten nur die „Insider“.
Vor dem letzten Lied wähnte sich sich Frau Kitzing in einem Albtraum. Plötzlich geschah etwas auf der Bühne, was absolut nicht geplant war. Zumindest nicht von ihr. Wunderkerzen erleuchteten. Dann setzte die Musik ein: „Weihnachten kommt bald“. Die „Großen“ hatten still und heimlich ganz allein dieses recht anspruchsvolle Lied sogar mehrstimmig einstudiert und sie damit überrascht. Ein kleines Dankeschön für die vielen Mühen und die Geduld mit ihnen. Ein Glück, dass diese Überraschung erst kam, nachdem Frau Kitzing ihre Auftritte schon absolviert hatte…
Die beiden Vormittagsveranstaltungen vor Kindern benachbarter Grundschulen und den Schülern der Oberschule Pulsnitz forderten alle Beteiligten noch einmal zu Höchstleistungen heraus.

Dann war es geschafft. Das 19. Weihachtsprogramm der Oberschule Pulsnitz war Geschichte. Weihnachten kann kommen. Und mancher ist in Gedanken schon ein Jahr weiter. Immerhin gilt es dann ein Jubiläum zu feiern: Es wird das 20. Weihnachtsprogramm an der Pulsnitzer Schule werden.
Ein besonderer Dank gilt zwei ehemaligen Schülern unserer Schule: Marcel Hemelik und Stanley Haufe. Sie stellten uns nicht nur ihre professionelle Ton- und Lichttechnik zur Verfügung, sie griffen uns auch mit ihren Erfahrungen unter die Arme. So wurden die Veranstaltungen nicht nur künstlerisch, sondern auch optisch zu einem Highlight vor Weihnachten.
Übrigens: Eine Übersicht aller bisherigen Veranstaltungen ist unter "Veranstaltungsreihen" zu finden.
Text: A.Garten
Fotos: M. Klee

