Werkstatttage in der Handwerkskammer Dresden

Für unsere Achtklässler öffnete die HWK in Dresden ihrer Lehrwerkstätten für zwei Wochen in Vollzeit. Aus mindestens zehn verschiedenen Berufsfeldern wurde im Vorfeld für jeden Teilnehmer ein Programm mit fünf Berufsfeldern zusammengestellt. Teils durften diese frei gewählt werden, teils ging es auch darum, einfach mal etwas auszuprobieren, was man sich vielleicht selbst nicht ausgesucht hätte. Berufsorientierung lebt auch von überraschenden Erfahrungen, im Positiven wie im Negativen.

In den einzelnen Berufsfeldern stellten erfahrene Ausbildungsmeister ihren Beruf, typische Arbeitsmaterialien und Werkzeuge sowie handwerkliche und maschinelle Techniken und Arbeitsschritte vor. In den meisten Berufsfeldern wurden auch Werkstücke angefertigt, die mit nach Hause genommen werden konnten. Bei der Textilgestaltung beispielsweise die Minions, beim Sattler die Kunstledertasche oder ein T-Shirt Aufdruck im Berufsfeld Farbe Andernfalls bestand die Möglichkeit, die Arbeitsergebnisse zu fotografieren, wie die tollen Ideen bei den Frisuren zeigten.

Die Ergebnisse und Erfahrungen der Werkstatttage für die Schüler*innen sollten nicht nur schön und spannend sein, sondern vor allem auch nachhaltig und nützlich für die weitere Berufsorientierung. Aktiv wurden die Schüler*innen vom Praxisberater begleitet. Der Aufenthalt in der Handwerkskammer war rechtlich mit einem Schulpraktikum gleichzusetzen.

 Die folgenden Werkstätten standen für die Berufsfelderkundung zur Verfügung:

  • Metalltechnik (Metallbauer, Konstruktionstechnik)
  • Holztechnik (Tischler)
  • Elektrotechnik (Elektroniker für Gebäudeenergieelektronik)
  • Büro und Verwaltung (Kaufleute für Büromanagement)
  • Farbe- und Raumgestaltung (Maler & Lackierer)
  • Textilgestaltung (Maß-/ Änderungsschneider)
  • Foto (Ausbildung als Fotograf/in)
  • Gebäudereiniger (Fachkräfte des Gebäudereinigerhandwerks)
  • Sattler (lederverarbeitendes Gewerbes)
  • Friseur/ Kosmetik (Berufe rund um Kosmetik, Körperpflege und Wellness)
  • Kunststoff (Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik)
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Unter realen betrieblichen Anforderungen konnten die Schüler*innen der Klassenstufe 8 Grunderfahrungen in diesen verschiedenen Berufsbildern sammeln. Auch wenn der „Schultag“ von 7.30 bis 14.30 Uhr, einschließlich Bustransfer, länger war und so manchen ermüdete, zogen die Schüler*innen eine überwiegend positive Bilanz. Die gemachten Erfahrungen im Umgang mit Werkzeugen u.a. im Bereich Kosmetik, Holz, Metall oder mit einem Lötkolben bei den Elektrikern und die Rückmeldungen der Meister gegen Ende der Tätigkeit in den einzelnen Bereichen, veranlasste den einen oder anderen Schüler*in seine derzeitige Berufswahl nochmals zu überdenken.

(Text und Fotos: Sven Urban)